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Das Märchen von den Webhörnchen und den Etherfanten Es war einmal eine Website ... aber was erzähle ich da, als wüßte nicht jeder ganz genau, wie es sich mit den Schmetterlingen, den Bienen und den Websites verhält. Nur ganz kleine Surfer glauben noch daran, daß eine Website so puretechnisch telekommt. Es war also einmal eine Idee ... aber das greift ja auch viel zu kurz. Ideen sind zwar manchmal ganz schön abgedreht und abgehoben, aber sie kommen auch immer irgendwoher, selbst die ganz kranken. Es waren einmal ein paar Leute an der Ostsee ... und ich erzähle nicht, wie die nun wieder zustandegekommen sind. Wer das nicht weiß, hat noch nicht gesurft. Diese Leute wollten eine Website machen, über die man Reiseinformationen nicht suchen, sondern finden sollte. Und in der man auch ein wenig rechts und links schauen sollte. Eine Website, die auch über die Mitbewerber informieren sollte. Diese Leute hatten eine abgrundtiefe Abneigung gegen Werbebanner. Und gegen Geldverbrennungen. Und gegen Abzockerei. Und gegen Gigantomanie. Und gegen flache Informationen. Den Begriff "Portal" gab es damals noch nicht. Solche Worte sind ja ohnehin nur Maßnahmen zur Geldbeschaffung und Hilfen beim Dummschwätzen; ein Taschenmesser ist ein Taschenmesser und kein Autschportal. Also mutierten diese Leute zu Eichhörnchen. Genauer gesagt: zu Webhörnchen. Und sie sammelten und sammelten, ließen sich Adreßnüßchen schenken, und ordneten diese vielen tausend touristischen Links in einer Datenbank an. Aber jedes Webhörnchen dachte anders, wie die Welt aufgebaut sei. Und da erschien ihnen der Geist des alten Fritz, der da sagte: "Auf Eurer Website soll jeder nach seiner Fasson fündig werden." Und so geschah es. Zu fast jedem Link kommt man über verschiedene Wege, und dann wieder weg, und vielleicht einmal wieder hin, aber aus einer anderen Richtung. Und so startet man denn in Timmendorfer Strand, ditscht in Simbabwe und Meran auf und landet auf Fehmarn. Zwischendurch war man unter der Erde und erlebte seine last minutes. Und es ging weiter. Man will ja nicht nur irgendwo hin, man will dort auch schlafen. Also mutierten die Webhörnchen zu Elefanten, genauer gesagt: zu Etherfanten. Denn Etherfanten vergessen nie. Und sie ermöglichten Unterkunftsbetrieben, ob groß, ob klein, sich in ihre Datenbank einzutragen. Sie schickten nicht Adreßbücher nach China und ließen sie dort abtippen, sondern vertrauten darauf, daß sich jeder Betrieb in mühsamer Arbeit mit hunderten von Angaben selber beschreibt. Denn die Surfer gieren nach solchen genauen Informationen. Viele hundert Unterkünfte sind nun schon da, und täglich werden es mehr. Jedesmal trompeten die Etherfanten zufrieden, und es ist ein großes Tröten. Und das haben nun die Leute davon. travelnet.de hat eine ständig wachsende Gruppe von Benutzern, die das, was die Etherfanten und Webhörnchen treiben, offenbar ganz gut finden. Es gibt schon einige Websites, die travelnet.de in ihr Angebot integrieren. Irgendwie spricht es sich herum. Ohne Werbebanner. Ohne Geldverbrennungen. Ohne Abzockerei. Ohne Gigantomanie. Aber mit guten und tiefgreifenden Informationen aus erster Hand. Bald werden sie wieder mutieren. Aber das ist dann eine andere Geschichte. |
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